Literatur
Kurse (15)
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Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk
Dieses Internet-Fernstudienseminar ermöglicht es, Lern- und Kreativzeit frei auszugestalten, denn die angebotenen Lerninhalte eignen Sie sich zu selbst bestimmbaren Zeiten an. Alles, was Sie außer vier Stunden pro Woche Zeit und viel Spaß am kreativen Schreiben benötigen, sind eine E-Mail-Adresse und ein Internetzugang. Neben der Vermittlung der Theorie mittels Lehrbriefen steht das kreative Schreiben selbst im Vordergrund. Sie bekommen Schreibaufgaben, die auf der gemeinsamen Plattform im großen Lernkreis besprochen und von der Kursleiterin am Ende rezensiert werden. Bitte bei der Anmeldung die eigene E-Mail-Adresse hinterlegen. Einen Tag vor Kursbeginn erhalten Sie eine E-Mail der Kursleiterin mit allen organisatorischen Einzelheiten. Weitere Infos unter: www.vhs-schreibschule.de. Das Entgelt ist nicht ermäßigbar.
Kopfkino. Creative Writing für Hobby-Autorinnen und Autoren sowie angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller
Sie haben Spaß am Schreiben? Eine Geschichte schwirrt Ihnen schon lange im Kopf herum? Aber wie wird aus einer Idee eine Geschichte oder ein Roman? In diesem Kurs vermitteln wir dafür die Grundlagen. Was zeichnet einen Protagonisten oder Antagonisten aus? Wie schreibt man glaubwürdige Dialoge? Zusammen finden wir die Antworten darauf, entwickeln überzeugende Figuren und spannende Handlungen. Weitere Themen des Seminars: Handwerkszeug von Schreibenden, die richtige Perspektive, Wendepunkte einer Geschichte, was man besser vermeiden sollte und wie man einen Verlag findet. Der Kurs bietet eine Mischung aus kreativen Schreibübungen und Theorie. Die Kursleitenden sind selbst Roman- und Hörspielschaffende.
Selfpublishing: Wie veröffentliche ich ein Buch?
Dieser Kurs richtet sich an Schreibbegeisterte, die in Eigenregie ein Buch herausbringen wollen - egal ob Roman, Kinderbuch oder Sachbuch. Die Teilnehmenden lernen anhand konkreter Beispiele, wie sie von einer Idee zu einem fertigen Buch kommen und welche Schritte nötig sind, um dieses auch ohne Verlag zu veröffentlichen (das Thema Illustration wird jedoch nicht explizit behandelt). Zudem besprechen wir unter anderem die Möglichkeit verschiedener Selfpublishing-Plattformen und eine mögliche Unterstützung durch Künstliche Intelligenz. Auch erste Vermarktungsmöglichkeiten nach Veröffentlichung werden vorgestellt. Die Dozentin ist Journalistin und Buchautorin mit bisher vier veröffentlichten Büchern, drei davon im Selfpublishing.
"Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar"- Ingeborg Bachmann zum 100. Geburtstag
Ingeborg Bachmann (1926 – 1973) wurde als „Shooting-Star“ der Nachkriegsliteratur bekannt. Schon früh erhielt sie den begehrten Preis der legendären Gruppe 47, in der sich die jungen Schriftsteller der Nachkriegsliteratur versammelten. Veröffentlichte sie in den 50er Jahren vornehmlich Lyrik und Hörspiele, ging sie später zu Erzählungen und einem Roman über. Biografische Erfahrungen aus Krieg und Faschismus flossen ebenso in ihr Werk ein wie Kulturkritik und Existenzfragen des Menschseins, wobei ihre Sprache durch Kunstfertigkeit und Schönheit besticht. Die Österreicherin führte ein unstetes und materiell ungesichertes Dichterleben zwischen dem deutschsprachigen Raum und Italien. Der Freiheit ihrer Persönlichkeit und dem Qualitätsanspruch ihrer Dichtung galten ihre Maßstäbe. Der Vortrag führt in Leben und Werk der Autorin ein, die auch heute noch ihre Leser fasziniert.
Buchneuerscheinungen
Hunderte von Büchern erscheinen jeden Monat neu - doch welche verdienen wirklich Ihre Aufmerksamkeit? Entdecken Sie jetzt neue Romane, Krimis und Unterhaltung - handverlesen und mit kritischem Blick geprüft von Birgitt Schweren-Wolters, langjähriger Buchhändlerin aus Leidenschaft. Die Veranstaltung findet kurz nach der Buchmesse statt.
Literaturtreff: Sylvie Schenk: "Maman" und Franziska Gänsler: "Wie Inseln im Licht"
Um eine Annäherung und gleichzeitig um eine schmerzhafte Abrechnung mit der Mutter geht es in den beiden Büchern dieses Semesters.
1916 wird Sylvie Schenks Mutter geboren, die Großmutter stirbt bei der Geburt. Angeblich war sie eine Seidenarbeiterin wie schon die Urgroßmutter. Aber stimmt das? Und welche Geschichte wird den Nachkommen mit auf den Weg gegeben? Als Kind leidet Sylvie Schenk unter der Unklarheit der mütterlichen Erzählung, als Schriftstellerin ist sie deshalb immer noch von großer Unruhe geprägt. Mit poetischer Präzision spürt sie den Fragen nach, die die eigene Familiengeschichte offenlässt. Ein waghalsiges Unterfangen und explosive Literatur zugleich.
Auch für Zoey, die Protagonistin in Franziska Gänslers Roman, bleibt die Mutter eine Unbekannte. Nach Jahren der intensiven Pflege legt sich nun, da die Mutter gestorben ist, neben die Trauer das Gefühl, zu sich selbst zurückzufinden. Doch während ihres Aufenthalts an der Küste werden längst vergrabene Erinnerungen und unterdrückte Fragen hochgespült, schließlich hat sie hier früher einmal gelebt, gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Oda. Wie konnte Oda damals einfach verschwinden? Was ist wirklich geschehen? Wieso hat die Mutter seitdem so getan, als hätte es die Schwester nicht gegeben? Zoey beginnt, das dunkle Geheimnis um Odas Verschwinden und eine unheilvolle Mutterliebe auszuleuchten. Ein bilderreiches Kopfkino und eine starke Erzählung.
Sylvie Schenk: Maman, Goldmann Tb
Franziska Gänsler: Wie Inseln im Licht, Kein&Aber
Literaturtreff: Sylvie Schenk: "Maman" und Franziska Gänsler: "Wie Inseln im Licht"
Um eine Annäherung und gleichzeitig um eine schmerzhafte Abrechnung mit der Mutter geht es in den beiden Büchern dieses Semesters.
1916 wird Sylvie Schenks Mutter geboren, die Großmutter stirbt bei der Geburt. Angeblich war sie eine Seidenarbeiterin wie schon die Urgroßmutter. Aber stimmt das? Und welche Geschichte wird den Nachkommen mit auf den Weg gegeben? Als Kind leidet Sylvie Schenk unter der Unklarheit der mütterlichen Erzählung, als Schriftstellerin ist sie deshalb immer noch von großer Unruhe geprägt. Mit poetischer Präzision spürt sie den Fragen nach, die die eigene Familiengeschichte offenlässt. Ein waghalsiges Unterfangen und explosive Literatur zugleich.
Auch für Zoey, die Protagonistin in Franziska Gänslers Roman, bleibt die Mutter eine Unbekannte. Nach Jahren der intensiven Pflege legt sich nun, da die Mutter gestorben ist, neben die Trauer das Gefühl, zu sich selbst zurückzufinden. Doch während ihres Aufenthalts an der Küste werden längst vergrabene Erinnerungen und unterdrückte Fragen hochgespült, schließlich hat sie hier früher einmal gelebt, gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Oda. Wie konnte Oda damals einfach verschwinden? Was ist wirklich geschehen? Wieso hat die Mutter seitdem so getan, als hätte es die Schwester nicht gegeben? Zoey beginnt, das dunkle Geheimnis um Odas Verschwinden und eine unheilvolle Mutterliebe auszuleuchten. Ein bilderreiches Kopfkino und eine starke Erzählung.
Sylvie Schenk: Maman, Goldmann Tb
Franziska Gänsler: Wie Inseln im Licht, Kein&Aber
Kennenlernworkshop: Digitale Schreibtools - Kreatives Schreiben technisch unterstützt
›Künstliche Intelligenz‹ wird einerseits als Paradigmenwechsel gepriesen, andererseits mit berechtigter Skepsis betrachtet. Besonders das Verhältnis von KI-Tools zur menschlichen Kreativität steht dabei im Fokus der Kritik. Digitale Schreibtools á la Sudowrite und Novelcrafter oder auch GPT und Claude versprechen, das kreative Schreiben zu revolutionieren – und vor allem für alle zu vereinfachen. Aber wie lassen sie sich sinnvoll und kreativ nutzen?
Der Workshop bietet einen Überblick über aktuelle Werkzeuge und Prozesse, den eigenen Schreibprozess nicht an die ›Maschine‹ auszulagern, sondern mit ihrer Hilfe zu unterstützen und zu organisieren. Im Mittelpunkt stehen nicht ›fertige Texte auf Knopfdruck‹, sondern Strategien und konkrete Anwendungen für das eigene Schreiben: Wie funktioniert generative KI? Wie können Tools wie ChatGPT beim Ideenfinden helfen? Wie können sie beim Strukturieren, Überarbeiten oder Organisieren von Textprojekten helfen? Welche kreativen Anwendungen gibt es – und welche Grenzen, Risiken und negativen Konsequenzen bringt ihr Einsatz mit sich?
Der Workshop bietet ebenfalls die Möglichkeit, einzelne Tools auszuprobieren um abzuwägen und zu diskutieren, welche Einsatzmöglichkeiten digitale Tools im kreativen Schreibprozess überhaupt haben. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Dozent ist Literaturwissenschaftler mit Schwerpunkt auf der Literatur der Gegenwart sowie Preisträger des Lehrpreises der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dr. Aust lehrt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.
Vorlesen? Ein Abenteuer! Ein Praxisseminar für interessierte Vorlesepat*innen
Bücher und Geschichten öffnen Welten und eignen sich wunderbar für spielerische Sprach- und Leseförderung. Ein praxisorientiertes Seminar für engagierte Menschen - ob jung oder alt - die gerne vorlesen, und dabei die eigene Lesebegeisterung weitergeben möchten. Es werden diese Themen behandelt: Meine Rolle als Vorleser*in, Warum ist Vorlesen/Erzählen wichtig? Vorlesen ja, aber was und wie und wo? Welche Bücher oder Texte eignen sich dafür? Für welche Zielgruppe lese ich was vor? Wie gestalte ich eine interessante Vorlesestunde? Wie reagiere ich bei Störungen? Die begleitende Buchausstellung lädt zum Schmökern ein und die Teilnehmenden bereiten ihre Vorlesestunde exemplarisch vor.
Lyrik, Songtexte und andere kleine Formen schreiben
Gemeinsam schreiben wir Gedichte oder andere kurze, sprachspielerische Texte für besondere Anlässe von der Silberhochzeit über das Geburtstagsgedicht bis hin zum sprachspielerischen Raptext.
Der Kurs vermittelt Grundlagen zum Medium ›Lyrik‹, seinen Unterformen und (vermeintlichen) Bestandteilen wie Reimschema, Klang, Rhythmus und Prosodie – ohne unnötigen Theorieballast. Im Mittelpunkt steht schließlich die Praxis und das eigene Ausprobieren: Themen und Konzepte finden, Sprachmaterial sammeln, mit Worten spielen, erste Zeilen formen – und am Ende eigene, fertige Texte präsentieren, überarbeiten und diskutieren.
Dafür erproben wir unterschiedliche kreative Methoden und Schreibstimuli – analog und digital. Wir schreiten den Schreibprozess von Themenfindung bis zum fertigen Text ab, experimentieren mit Kreativtools und -Strategien, Wortsammlungen, Collagenlyrik, aleatorischen Verfahren, digitalen Kreativtools und zweckentfremdeten Algorithmen, die zu neue Ideen, überraschenden Formulierungen und unerwarteten Sprachkunstwerken anregen können.
Neben gemeinsamen Übungen entwickeln die Teilnehmer*innen eigene kleine Gedichte, Songtexte oder andere sprachspielerische Kurztexte, die auf Wunsch in der Gruppe präsentiert und besprochen werden können. Der Kurs richtet sich an alle, die ihre Kreativität befeuern und ihre Sprachphantasie kanalisieren wollen – und die, die einfach Freude am Schreiben haben. Technische oder gar schriftstellerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Dozent ist Literaturwissenschaftler mit Schwerpunkt auf der Literatur der Gegenwart sowie Preisträger des Lehrpreises der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dr. Aust lehrt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.
Lesung & Gespräch mit Kaleb Erdmann: "Die Ausweichschule"
In Kooperation mit dem Anderen Buchladen
Am letzten Tag der Abiturprüfungen im Jahr 2002 fallen Schüsse im Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Unser Erzähler erlebt diesen Tag als 11-Jähriger, wird mit seinen Mitschülern evakuiert und registriert in den folgenden Wochen die Hilflosigkeit der Erwachsenen im Angesicht dieser Tat. Mehr als zwanzig Jahre später bricht das Ereignis völlig unerwartet erneut in sein Leben ein und löst eine obsessive Beschäftigung mit dem Sujet aus, die in ein Romanprojekt mündet. Kaleb Erdmanns Reportageroman "Die Ausweichschule" ist ein Spiel mit Perspektiven, bei dem wir den Autor und Ich-Erzähler erleben, wie er seine Erinnerungen auf ihren Wahrheitsgehalt abklopft und reflektiert, ob er als Überlebender das Recht hat, über diesen Tag in der Kunstform des Romans zu schreiben.
Kaleb Erdmann, Jahrgang 1991, studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, sowie Politikwissenschaften und Politische Theorie in München und Frankfurt am Main. Er war Finalist des open mike, wurde für sein Theaterstück "Unten" für den Retzhofer Dramapreis nominiert und war als Autor und Redakteur Teil verschiedener Fernseh- und Unterhaltungsformate. Sein erster Roman "wir sind pioniere" wurde mit dem Debütpreis der LitCologne ausgezeichnet. Erdmann schrieb für das Berliner Ensemble das Stück "Always Carrey On" über den Schauspieler Jim Carrey und gewann zuletzt für sein Theaterstück "Debritz", das am 24.6. am Karlsruher Staatstheater uraufgeführt wurde, den Kleist-Förderpreis für neue Dramatik 2026. An diesem Abend liest Erdmann aus "Die Ausweichschule" (Shortlist Deutscher Buchpreis 2025) und gibt im Gespräch mit Literaturwissenschaftlerin Christina Schulte u.a. Einblicke in seine Arbeitsprozesse als - wie er sich selbst nennt - Textproduzent.
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Kaleb Erdmann , Christina Schulte M.A. (Literaturwissenschaftlerin und Journalistin)
Bücher für Kinder - Buchneuerscheinungen und Bewährtes
In einem kuratierten Überblick stellt Ihnen Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Christina Schulte neu erschienene, besonders wertvolle Kinderbücher vor - zum Vorlesen und selber Lesen. Die Auswahl enthält Geschichten und Sachbücher für Kinder von 4 bis 12 Jahren, die sich durch ihre Inhalte, ihren Schreibstil sowie ihre hochwertige Gestaltung auszeichnen. Mit dabei sind originelle deutschsprachige wie auch übersetzte, aus anderen Kulturkreisen stammende Bücher. Hinweise auf (vielleicht vergessene) zeitlose Kinderbücher runden den Nachmittag ab.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die auf der Suche nach inspirierenden Geschenktipps und neuen Lieblingsbüchern für die kleinen Leser*innen in ihrem Leben sind.
Geliebt, gehasst, kopiert - Auf den Spuren Thomas Bernhards anlässlich seines 95. Geburtstages
Kaum ein*e deutschsprachige*r Autor*in wurde so kontrovers diskutiert, rezipiert, verklärt und (um-)gedeutet wie der österreichische Dramatiker, Romancier, Grantler und ›Nestbeschmutzer‹ Thomas Bernhard – und das sowohl in der oft kritischen Öffentlichkeit wie auch in der Literatur selbst.
Der Vortrag präsentiert anlässlich Thomas Bernhards 95. Geburtstag Schlaglichter auf sein Schaffen von den frühen antiheimatliterarischen Erzählungen der 60er bis hin zu den Skandaltexten der 80er Jahre, aber auch Perspektiven auf die öffentliche Selbstinszenierung des Schriftstellers, die seine skandalträchtige Wirkung erst befeuerte. Ebenso nimmt der Vortrag diejenigen Werke in den Blick, die in den inzwischen mehr als 35 Jahren nach seinem Tod entstanden sind. Schließlich arbeitete sich eine Vielzahl von Kreativen und Schriftsteller:innen an Bernhards Stil, Themen und Leben ab: mal offen polemisch-kritisch, mal voller Verehrung, mal in Buchform, mal in Comicform, mal als Film, Ausstellung oder gar Twitter- oder Instagrambot – und machten ihn so zu einem unruhigen, grantigen Geist, der nach wie vor durch die Literatur spukt.
Der Referent ist Literaturwissenschaftler mit Schwerpunkt auf der Literatur der Gegenwart sowie Preisträger des Lehrpreises der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo er über Thomas Bernhard promoviert hat. Dr. Aust lehrt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.
Lesung mit Detlef Kullmann: "Weihnachten mit den Ärmsten"
An diesem Freitagmittag in der Vorweihnachtszeit geht es um das Weihnachten der Nächstenliebe, nicht um überbordend teure Geschenke, nicht um Glitzer und Glamour, sondern um die kleinen, berührenden Gesten des Miteinanders. Detlef Kullmann, Englischdozent, liest seine von Charles Dickens´ „Eine Weihnachtsgeschichte“ inspirierte, wahrheitsgetreue Darstellung, die im improvisierten Obdachlosenheim im Keller der University Lutheran Church am Harvard Square in Cambridge, Massachusetts, spielt. 1995 war Kullman Graduate Student an der Harvard University und verbrachte die Weihnachtstage im Keller der Kirche. 30 Jahre später ist er immer noch tief berührt von den intensiven Erlebnissen, die ihn nachhaltig geprägt haben. Bei einer Tasse Tee und einer Scheibe Christstollen erinnert Kullmann an Dickens‘ Weihnachtsgeschichte, bevor er die Erlebnisse jener besonderen Weihnachtsfeiertage 1995 als ein Plädoyer für ehrenamtliches Engagement teilt. Um Voranmeldung wird gebeten.
Zugänge zur Lyrik von Goethe bis Grünbein
Lyrik begleitet uns ein Leben lang – vom Kinderreim über Weihnachtsgedichte bis zur poetischen Todesanzeige. Trotzdem scheuen viele Menschen vor einer eingehenden Beschäftigung mit Gedichten zurück – oftmals aufgrund schlechter Erfahrungen mit Gedichtinterpretationen in der Schule. Aber es lohnt unbedingt, sich auf Lyrik einzulassen. „Herz, mein Herz, was soll das geben?“ Wie schafft es Goethe, dass uns dieser Gedichtanfang mit Schwung mitnimmt und Neugierde auf die nächsten Verse weckt? Die ersten lyrischen Texte waren Zaubersprüche. Gute Gedichte versprühen auch heute noch Magie. Wie aber gelingt es den Dichter*innen, Form und Inhalt auf eindrucksvolle Weise zu gestalten? Was macht Liebeslyrik, Naturlyrik, Großstadtlyrik oder politische Lyrik aus? Und wie findet man Zugang zu vermeintlich hermetischen Texten? Im Vortrag werden zahlreiche Gedichte aus unterschiedlichen Epochen von der Klassik bis zur aktuellen Lyrik der Gegenwart eingehend kommentiert und interpretiert. Dadurch eröffnet der Vortrag vielfältige Zugänge zur Lyrik und zeigt, welchen Gewinn wir als Leser*in oder Zuhörer*in daraus ziehen können. Denn Gedichte sind ein „Reiseführer, der beste, beim Exodus aus der menschlichen Nacht“ (Durs Grünbein). Henning Heske hat selbst Lyrikbände veröffentlicht, Aufsätze zur Lyrik verfasst und interpretiert seit über 20 Jahren Gedichte in der Frankfurter Anthologie der FAZ.