Übersicht unserer Dozent:innen
Dozent:innen A-Z
Dr. Robin-Martin Aust
Kurse (3)
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Kennenlernworkshop: Digitale Schreibtools - Kreatives Schreiben technisch unterstützt
›Künstliche Intelligenz‹ wird einerseits als Paradigmenwechsel gepriesen, andererseits mit berechtigter Skepsis betrachtet. Besonders das Verhältnis von KI-Tools zur menschlichen Kreativität steht dabei im Fokus der Kritik. Digitale Schreibtools á la Sudowrite und Novelcrafter oder auch GPT und Claude versprechen, das kreative Schreiben zu revolutionieren – und vor allem für alle zu vereinfachen. Aber wie lassen sie sich sinnvoll und kreativ nutzen?
Der Workshop bietet einen Überblick über aktuelle Werkzeuge und Prozesse, den eigenen Schreibprozess nicht an die ›Maschine‹ auszulagern, sondern mit ihrer Hilfe zu unterstützen und zu organisieren. Im Mittelpunkt stehen nicht ›fertige Texte auf Knopfdruck‹, sondern Strategien und konkrete Anwendungen für das eigene Schreiben: Wie funktioniert generative KI? Wie können Tools wie ChatGPT beim Ideenfinden helfen? Wie können sie beim Strukturieren, Überarbeiten oder Organisieren von Textprojekten helfen? Welche kreativen Anwendungen gibt es – und welche Grenzen, Risiken und negativen Konsequenzen bringt ihr Einsatz mit sich?
Der Workshop bietet ebenfalls die Möglichkeit, einzelne Tools auszuprobieren um abzuwägen und zu diskutieren, welche Einsatzmöglichkeiten digitale Tools im kreativen Schreibprozess überhaupt haben. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Dozent ist Literaturwissenschaftler mit Schwerpunkt auf der Literatur der Gegenwart sowie Preisträger des Lehrpreises der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dr. Aust lehrt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.
Lyrik, Songtexte und andere kleine Formen schreiben
Gemeinsam schreiben wir Gedichte oder andere kurze, sprachspielerische Texte für besondere Anlässe von der Silberhochzeit über das Geburtstagsgedicht bis hin zum sprachspielerischen Raptext.
Der Kurs vermittelt Grundlagen zum Medium ›Lyrik‹, seinen Unterformen und (vermeintlichen) Bestandteilen wie Reimschema, Klang, Rhythmus und Prosodie – ohne unnötigen Theorieballast. Im Mittelpunkt steht schließlich die Praxis und das eigene Ausprobieren: Themen und Konzepte finden, Sprachmaterial sammeln, mit Worten spielen, erste Zeilen formen – und am Ende eigene, fertige Texte präsentieren, überarbeiten und diskutieren.
Dafür erproben wir unterschiedliche kreative Methoden und Schreibstimuli – analog und digital. Wir schreiten den Schreibprozess von Themenfindung bis zum fertigen Text ab, experimentieren mit Kreativtools und -Strategien, Wortsammlungen, Collagenlyrik, aleatorischen Verfahren, digitalen Kreativtools und zweckentfremdeten Algorithmen, die zu neue Ideen, überraschenden Formulierungen und unerwarteten Sprachkunstwerken anregen können.
Neben gemeinsamen Übungen entwickeln die Teilnehmer*innen eigene kleine Gedichte, Songtexte oder andere sprachspielerische Kurztexte, die auf Wunsch in der Gruppe präsentiert und besprochen werden können. Der Kurs richtet sich an alle, die ihre Kreativität befeuern und ihre Sprachphantasie kanalisieren wollen – und die, die einfach Freude am Schreiben haben. Technische oder gar schriftstellerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Dozent ist Literaturwissenschaftler mit Schwerpunkt auf der Literatur der Gegenwart sowie Preisträger des Lehrpreises der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dr. Aust lehrt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.
Geliebt, gehasst, kopiert - Auf den Spuren Thomas Bernhards anlässlich seines 95. Geburtstages
Kaum ein*e deutschsprachige*r Autor*in wurde so kontrovers diskutiert, rezipiert, verklärt und (um-)gedeutet wie der österreichische Dramatiker, Romancier, Grantler und ›Nestbeschmutzer‹ Thomas Bernhard – und das sowohl in der oft kritischen Öffentlichkeit wie auch in der Literatur selbst.
Der Vortrag präsentiert anlässlich Thomas Bernhards 95. Geburtstag Schlaglichter auf sein Schaffen von den frühen antiheimatliterarischen Erzählungen der 60er bis hin zu den Skandaltexten der 80er Jahre, aber auch Perspektiven auf die öffentliche Selbstinszenierung des Schriftstellers, die seine skandalträchtige Wirkung erst befeuerte. Ebenso nimmt der Vortrag diejenigen Werke in den Blick, die in den inzwischen mehr als 35 Jahren nach seinem Tod entstanden sind. Schließlich arbeitete sich eine Vielzahl von Kreativen und Schriftsteller:innen an Bernhards Stil, Themen und Leben ab: mal offen polemisch-kritisch, mal voller Verehrung, mal in Buchform, mal in Comicform, mal als Film, Ausstellung oder gar Twitter- oder Instagrambot – und machten ihn so zu einem unruhigen, grantigen Geist, der nach wie vor durch die Literatur spukt.
Der Referent ist Literaturwissenschaftler mit Schwerpunkt auf der Literatur der Gegenwart sowie Preisträger des Lehrpreises der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo er über Thomas Bernhard promoviert hat. Dr. Aust lehrt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.