Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
„Jung, halt' der Kopp hoch!“
Paula Billstein bei ihrer letzten Begegnung mit Heiner Plum im Januar 1938
Erst in den letzten Jahren hat sich die historische Forschung intensiver mit der Thematik des weiblichen Widerstands während der NS-Zeit beschäftigt. Publikationen existieren etwa zu solch prominenten Gestalten wie Sophie Scholl, Hilde Coppi oder Elise Hampel, zu den Frauen aus dem Umfeld des Kreisauer Kreises und der Attentäter des 20. Juli 1944 wie Annedore Leber, Freya von Moltke oder Nina von Stauffenberg. Auch diverse Websites haben sich inzwischen des Themas angenommen, u.a. verantwortet von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Zu einigen der genannten Protagonistinnen wird der Vortrag ein biographisches Stichwort liefern. Im Vordergrund sollen jedoch Krefelder Frauen in Opposition und Widerstand gegen den Nationalsozialismus stehen – allen voran Paula Billstein als Frontfrau des kommunistischen Widerstands in Krefeld und die Krefelder Judenhelferin Anna Tervoort, eine der wenigen Deutschen, die als Gerechte unter den Völkern in der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem verewigt ist. Zu diskutieren bleibt schließlich die Frage, ob es ein spezifisch weibliches Aufbegehren gegen das NS-Regime gegeben hat – mit einem Wort: Leisteten Frauen anders Widerstand als Männer, aus anderen Motiven, mit anderen Mitteln, mit anderen Zielen und Konsequenzen?
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Start:Do. 03.12.2026
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