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Kontrapunkt – Über den alten Bach. Ein Gesprächskonzert mit dem PART-Ensemble

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Kontrapunkt – kein Begriff beschreibt besser, worum es in der Musik wohl seit je gegangen ist: Gegensätzliches miteinander in Beziehung zu setzen. Zu Zeiten Johann Sebastian Bachs bedeuteten »Kontrapunkt« und »Komposition« sogar in etwa das gleiche, nämlich die Wissenschaft davon, wie sich Konsonanzen und Dissonanzen so verbinden lassen, dass daraus Harmonie entsteht. Das interdisziplinär ausgerichtete PART-Ensemble widmet sich dem Meister des Kontrapunkts und speziell einzelnen Kompositionen, vornehmlich solche aus seinen letzten Lebensjahren. Zu hören sind Ausschnitte aus der berühmten Air, aus der Partita a-Moll für Flöte, aus den Suiten für Violoncello sowie dem Titel des Abends entsprechend aus dem ersten Contrapunctus seiner »Kunst der Fuge«. Die Einrichtung der Bach’schen Toccata d-Moll für eine Flöte aus der Feder von Salvatore Sciarrino (*1947) wirkt mit ihren dynamischen Kontrasten, den Mikrointervallen und Flageoletts wie eine Erinnerung an den Orgelklang und die Vergänglichkeit – auch die eines Genies wie Bach. Die Ausführenden fragen nach der intimen, menschlichen Seite des großen Komponisten, aber auch danach, wie wohl seine Zeitgenossen ihn wahrgenommen haben und was heute, 300 Jahre später, von Bach geblieben ist.

Ein Abend mit Mateusz Bogdanowicz (Tanz), Evelin Degen (Querflöte), Emily Wittbrodt (Violoncello) und Matthias Geuting (Klavier und Moderation).