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Karin Mast & Gerd Rieger: Kurt Tucholsky + Jazz

„Es ist ja so schön, im großen Strom der Masse mitzuschwimmen – Windstoß und Wasserrichtung tragen das Schiff –; und wenn es dann so stolz dahinsegelt, denken die Leute, es fahre aus eigener Kraft…" schrieb Kurt Tucholsky (1890-1935) 1921 unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel in der Zeitschrift "Die Weltbühne". Tucholsky, einer der einflussreichsten politischen Journalisten, Schriftsteller und Publizisten der Weimarer Republik, kritisierte unkritisches Mitschwimmen mit einem vermeintlichen Zeitgeist und das Erstarken nationalsozialistischer Kräfte zeitlebens in seinen zahlreichen Veröffentlichungen. Karin Mast liest aus Tucholskys Aphorismen und Gedichten, die mal ernst und mal humorvoll sind, aber immer ins Mark treffen. Gerd Rieger improvisiert auf dem Saxofon. Gemeinsam erinnern sie an Tucholskys Einsatz für die Demokratie.