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Dr. Werner Schmidt
Kurse (6)
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Tagesfahrt: Möhnesee zu Schiff und Arnsberg
Der Möhnesee gehört zu den größten Talsperren Deutschlands. Er liegt im Naturpark Arnsberger Wald zwischen Soest im Norden und Arnsberg im Süden und erstreckt sich südlich des Haarstrangs in Ost-West-Richtung. Die von Franz Brantzky geplante Gewichtsstaumauer staut seit 1913 die Flüsse Möhne und Heve zum See. Der Ruhrverband als heutiger Eigentümer und Betreiber der Talsperre nutzt die Wassermassen zur Stromerzeugung und zur Trink- und Brauchwasservorsorge für das nahe Ruhrgebiet. Wir besteigen und verlassen in der Nähe der Staumauer ein elektrisch betriebenes Schiff und fahren leise fast zwei Stunden durch den Naturpark.
Danach geht es zum Essen ins nahe gelegene Arnsberg, das die meisten wohl bisher nur als Sitz eines NRW-Regierungspräsidenten kennen. Entlang der Straße „Alter Markt“ bietet biete die Altstadt eine Vielzahl von Häusern aus vergangenen Jahrhunderten, die es zu bestaunen gilt.
Eintritte und Führungen sind im Entgelt inbegriffen. Ermäßigungen können wegen des hohen Sachkostenanteils nicht gewährt werden. Die Fahrten finden, falls nicht anders angegeben, mit dem Bus statt. Programmänderungen sind aus organisatorischen Gründen möglich. Abfahrt St. Anton-Straße, Seidenweberhaus. Parkplätze für PKW sind in der Tiefgarage des Seidenweberhauses, kostenlose Parkplätze auf dem Parkplatz Nördliche Lohstraße hinter dem Polizeipräsidium, 10 Min. zu Fuß.
Rundgang durch die Ter-Meer-Siedlung und der Wohnungsbau in Uerdingen
Die Ter-Meer-Siedlung in Krefeld-Uerdingen zählt zu den bemerkenswertesten Wohnsiedlungen der frühen Moderne im Rheinland. Im Rahmen einer kulturhistorischen Exkursion erhalten Interessierte die Gelegenheit, dieses einzigartige Ensemble und seine spannende Entstehungsgeschichte näher kennenzulernen. Die in den 1920er Jahren entstandene Siedlung am Uerdinger Stadtpark vereint auf eindrucksvolle Weise die Ideen der Gartenstadtbewegung, der Frankfurter Schule, des Deutschen Werkbundes und des Neuen Bauens. Entstanden ist ein Gesamtkunstwerk, das die Aufbruchsstimmung und den Gestaltungswillen der jungen Bauhauszeit widerspiegelt. Der Fabrikant Edmund Ter Meer ließ ab 1921 für die Arbeiter und Angestellten seiner Farbenwerke mehr als 70 Häuser mit über 100 Wohnungen errichten. Die architektonisch und städtebaulich herausragende Anlage steht seit 1994 vollständig unter Denkmalschutz und gilt als bedeutendes Zeugnis des sozialen Wohnungsbaus und moderner Architekturkonzepte des frühen 20. Jahrhunderts. Die Führung beleuchtet nicht nur die Ter-Meer-Siedlung selbst, sondern auch die Entwicklung der angrenzenden Uerdinger Neustadt. Als erste Häuser der neuen Planstadt entstanden bereits ab 1900 die Wohngebäude zwischen Ahorn-, Konrad- und Ter-Meer-Straße. Zudem werden die Arbeiterwohnhäuser an der Topsstraße vorgestellt, die 1921 von den Eigentümern der damaligen Waggonfabrik – dem heutigen Siemens-Standort – errichtet wurden.
Tagesfahrt: Abtei Marienstatt und Hachenburg
Das Kloster Marienstatt im Nistertal präsentiert sich bis heute als typisches Zisterzienserkloster mit einer frühgotischen Abteikirche und einer barocken Klosteranlage mit Wirtschaftsgebäuden, Nutzbauten und Brauhaus. Als eines der wenigen Klöster des Ordens ist es auch heute noch ein bewohnter Konvent. Die Abteikirche Unserer Lieben Frau von Marienstatt wurde 1222 begonnen und 1425 vollendet. Das Chorgestühl aus der Zeit um 1300 ist eines der ältesten in Deutschland, das noch regelmäßig für das Chorgebet genutzt wird. Hier versammelt sich der „Chor der Mönche“ viermal täglich zu den Gebetszeiten und einmal zur Messfeier. Das heute im Hochchor stehende Retabel (Altaraufsatz) gehört mit dem Oberweseler Goldaltar und dem Klarenaltar im Kölner Dom zu den bedeutendsten mittelalterlichen Flügelaltären des Rheinlands. Am Nachmittag fahren wir ins nahe Hachenburg. Dort schauen wir uns am denkmalgeschützten zentralen Marktplatz mit barocker Pfarrkirche, Cafés, Schloss und Schlosskirche der Grafen zu Sayn und Fachwerkhäusern aus Renaissance und Barock um.
Eintritte und Führungen sind im Entgelt inbegriffen. Ermäßigungen können wegen des hohen Sachkostenanteils nicht gewährt werden. Die Fahrten finden, falls nicht anders angegeben, mit dem Bus statt. Programmänderungen sind aus organisatorischen Gründen möglich. Abfahrt St. Anton-Straße, Seidenweberhaus. Parkplätze für PKW sind in der Tiefgarage des Seidenweberhauses, kostenlose Parkplätze auf dem Parkplatz Nördliche Lohstraße hinter dem Polizeipräsidium, 10 Min. zu Fuß.
Rundgang: Belgierviertel und Biebricher Bauten am Neuer Weg
Im Mittelpunkt dieser Führung, geleitet von Kunsthistoriker Dr. Werner Schmidt, steht die Wohnsiedlung Belgierviertel, die in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg entstanden und bis heute zu den attraktivsten Wohnlagen der Stadt zählt.
Die Führung beleuchtet die Entstehungsgeschichte eines Viertels, das eng mit der belgischen Besatzungszeit am Niederrhein verbunden ist. Als Krefeld nach dem Ersten Weltkrieg Wohnraum für belgische Militärangehörige bereitstellen musste, entstand zwischen der Von-Steuben-Straße und Neuer Weg ein hochwertig gestaltetes Wohngebiet. Mit der Planung wurde der Krefelder Architekt Franz Lohrscheidt beauftragt, der hier bis 1926 ein städtebaulich anspruchsvolles Ensemble von Offizierswohnungen schuf. Gleichzeitig entwickelte sich auch das Umfeld weiter: Am Neuen Weg entstanden nach Entwürfen des Architekten August Biebricher zahlreiche Siedlungshäuser, die den Charakter des Viertels bis heute mitbestimmen. Beide Architekten gehörten in den 1920er-Jahren zu den wichtigsten Gestaltern Krefelds und hinterließen ein architektonisches Erbe, das noch immer das Stadtbild prägt. Die Führung lädt dazu ein, die historischen Hintergründe, architektonischen Besonderheiten und städtebaulichen Ideen dieser Epoche kennenzulernen.
Tagesfahrt: Köln – Melaten-Friedhof
Die Grabstätte Melaten ist bereits mehr als 200 Jahre alt. Die Franzosen, die im Jahr 1794 in Köln eingezogen waren, hatten aus hygienischen Gründen eine Bestattung innerhalb der Stadtmauern verboten. Die Kölner wählten daraufhin den Melatenhof, eine Stiftung für Leprakranke an der Aachener Chaussee als neue Grabstätte aus. Mit der Gestaltung beauftragte man Ferdinand Franz Wallraf, der sich den Pariser Friedhof Père-Lachaise zum Vorbild nahm. 1810 wurde Melaten eingeweiht und die Friedhöfe in der Stadt wurden geschlossen. Heute befinden sich auf Melaten die schönsten Grabstätten der Stadt Köln.
Am Nachmittag schauen wir uns an der alten römischen Stadtmauer die Kirche St. Gereon an, deren Dekagon um 360 von einer Tochter Kaiser Konstantins gebaut worden ist. Im Inneren zieren zwar nicht mehr die „Goldenen Heiligen“ die Wände, von denen der Hl. Martin berichtet hat, aber der Boden hält noch Spuren der einst so prächtigen Mosaike bereit.
Fahrt mit der Deutschen Bahn. Im Entgelt ist die Fahrkarte nicht inbegriffen und muss individuell bezahlt werden, da einige eventuell z.B. ein Deutschland-Ticket besitzen. Treffpunkt ist 9.15 Uhr am Krefelder Hbf.
Tagesfahrt: Soest
In der heimlichen Hauptstadt Westfalens ist die einstige Bedeutung noch an vielen Ecken sichtbar. Bei einem Rundgang durch die denkmalgeschützte Innenstadt mit ihrer noch zu Dreivierteln erhaltenen Stadtmauer sehen wir mehr als 800 Jahre alte Bauwerke aus Romanik, Gotik, Renaissance und Klassizismus wie die „Alde Kerke“, Maria zur Höhe und zur Wies und St. Bartholomäus. Wir wandeln auf den Spuren von Jakobspilgern, Dichtern und bildenden Künstlern wie Nolde, Rohlfs, Schmidt-Rottluff und Modersohn. Die kleine reizvolle Innenstadt lädt auch mit ihren Cafés und kleinen Plätzen zum Verweilen ein.
Eintritte und Führungen sind im Entgelt inbegriffen. Ermäßigungen können wegen des hohen Sachkostenanteils nicht gewährt werden. Die Fahrten finden, falls nicht anders angegeben, mit dem Bus statt. Programmänderungen sind aus organisatorischen Gründen möglich. Abfahrt St. Anton-Straße, Seidenweberhaus. Parkplätze für PKW sind in der Tiefgarage des Seidenweberhauses, kostenlose Parkplätze auf dem Parkplatz Nördliche Lohstraße hinter dem Polizeipräsidium, 10 Min. zu Fuß.