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Dr. Werner Schmidt
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Rundgang: Belgierviertel und Biebricher Bauten am Neuer Weg
Im Mittelpunkt dieser Führung, geleitet von Kunsthistoriker Dr. Werner Schmidt, steht die Wohnsiedlung Belgierviertel, die in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg entstanden und bis heute zu den attraktivsten Wohnlagen der Stadt zählt.
Die Führung beleuchtet die Entstehungsgeschichte eines Viertels, das eng mit der belgischen Besatzungszeit am Niederrhein verbunden ist. Als Krefeld nach dem Ersten Weltkrieg Wohnraum für belgische Militärangehörige bereitstellen musste, entstand zwischen der Von-Steuben-Straße und Neuer Weg ein hochwertig gestaltetes Wohngebiet. Mit der Planung wurde der Krefelder Architekt Franz Lohrscheidt beauftragt, der hier bis 1926 ein städtebaulich anspruchsvolles Ensemble von Offizierswohnungen schuf. Gleichzeitig entwickelte sich auch das Umfeld weiter: Am Neuen Weg entstanden nach Entwürfen des Architekten August Biebricher zahlreiche Siedlungshäuser, die den Charakter des Viertels bis heute mitbestimmen. Beide Architekten gehörten in den 1920er-Jahren zu den wichtigsten Gestaltern Krefelds und hinterließen ein architektonisches Erbe, das noch immer das Stadtbild prägt. Die Führung lädt dazu ein, die historischen Hintergründe, architektonischen Besonderheiten und städtebaulichen Ideen dieser Epoche kennenzulernen.
Tagesfahrt: Köln – Melaten-Friedhof
Die Grabstätte Melaten ist bereits mehr als 200 Jahre alt. Die Franzosen, die im Jahr 1794 in Köln eingezogen waren, hatten aus hygienischen Gründen eine Bestattung innerhalb der Stadtmauern verboten. Die Kölner wählten daraufhin den Melatenhof, eine Stiftung für Leprakranke an der Aachener Chaussee als neue Grabstätte aus. Mit der Gestaltung beauftragte man Ferdinand Franz Wallraf, der sich den Pariser Friedhof Père-Lachaise zum Vorbild nahm. 1810 wurde Melaten eingeweiht und die Friedhöfe in der Stadt wurden geschlossen. Heute befinden sich auf Melaten die schönsten Grabstätten der Stadt Köln.
Am Nachmittag schauen wir uns an der alten römischen Stadtmauer die Kirche St. Gereon an, deren Dekagon um 360 von einer Tochter Kaiser Konstantins gebaut worden ist. Im Inneren zieren zwar nicht mehr die „Goldenen Heiligen“ die Wände, von denen der Hl. Martin berichtet hat, aber der Boden hält noch Spuren der einst so prächtigen Mosaike bereit.
Fahrt mit der Deutschen Bahn. Im Entgelt ist die Fahrkarte nicht inbegriffen und muss individuell bezahlt werden, da einige eventuell z.B. ein Deutschland-Ticket besitzen. Treffpunkt ist 9.15 Uhr am Krefelder Hbf.
Tagesfahrt: Soest
In der heimlichen Hauptstadt Westfalens ist die einstige Bedeutung noch an vielen Ecken sichtbar. Bei einem Rundgang durch die denkmalgeschützte Innenstadt mit ihrer noch zu Dreivierteln erhaltenen Stadtmauer sehen wir mehr als 800 Jahre alte Bauwerke aus Romanik, Gotik, Renaissance und Klassizismus wie die „Alde Kerke“, Maria zur Höhe und zur Wies und St. Bartholomäus. Wir wandeln auf den Spuren von Jakobspilgern, Dichtern und bildenden Künstlern wie Nolde, Rohlfs, Schmidt-Rottluff und Modersohn. Die kleine reizvolle Innenstadt lädt auch mit ihren Cafés und kleinen Plätzen zum Verweilen ein.
Eintritte und Führungen sind im Entgelt inbegriffen. Ermäßigungen können wegen des hohen Sachkostenanteils nicht gewährt werden. Die Fahrten finden, falls nicht anders angegeben, mit dem Bus statt. Programmänderungen sind aus organisatorischen Gründen möglich. Abfahrt St. Anton-Straße, Seidenweberhaus. Parkplätze für PKW sind in der Tiefgarage des Seidenweberhauses, kostenlose Parkplätze auf dem Parkplatz Nördliche Lohstraße hinter dem Polizeipräsidium, 10 Min. zu Fuß.