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Klavier-Matinee: Timur Sergeyenia spielt und erläutert Beethovens Sonate Nr. 32 c-Moll Op. 111

Mit der Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111 von Ludwig van Beethoven steht Beethovens letzte seiner Klaviersonaten auf dem Programm. Mit nur zwei Sätzen weicht sie in der Form von allen anderen Klaviersonaten ab und ist gleichzeitig schillernder Höhepunkt der Klavierliteratur. Zwar mag ihr formal das Finale fehlen - wofür die unterschiedlichsten Erklärungen gefunden wurden von "bewusster Auflösung der Sonatenform" bis hin zu "Beethoven hatte schlicht keine Zeit", schrieb er doch parallel an seiner "Missa solemnis" - doch in den zahlreichen Variationen des 2. Satzes ist alles enthalten, was man von Beethoven kennt: Der erste Satz kommt mit donnernd-grollenden Bässen und leidenschaftlich-krachenden Akkorden daher, der 2. Satz hingegen wartet mit einem schlichten und langsamen Thema auf, das über den Verlauf des Satzes immer komplexer und überraschender variiert wird. Timur Sergeyenia spielt die Sonate und ordnet sie als wegweisende Komposition in die Musikgeschichte ein

Sergeyenia ist internationaler Konzertsolist und Professor für Klavier an der Luca-School of Arts (Belgien).