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Klavier-Matinee: Timur Sergeyenia spielt Beethovens "Waldstein-Sonate" (op. 53). Der Versuch einer Rekonstruktion

Die "Waldstein-Sonate" gilt als ein Meilenstein der Klavierliteratur und als eines der virtuosesten Klavierwerke. Beethoven komponierte für den zu seiner Zeit baulich und technisch weiterentwickelten Flügel, der die rasanten Sprünge, gebrochenen Akkorde und die expressive Klanggestaltung, die die Sonate verlangt, erst möglich machte. Entstanden ist ein Werk, das in seiner Klangfülle und Themendichte an eine Sinfonie erinnert und das zudem noch eine spannende Werkgeschichte hat. Der ursprünglich vorgesehene Mittelsatz wurde auf Kritik eines Freundes von Beethoven, die Sonate sei zu lang, gestrichen und von Beethoven später einzeln als "Andante favori" veröffentlicht. Geblieben ist ein verhältnismäßig kurzer Mittelsatz, der in starkem Kontrast zu den anderen Sätzen steht. Timur Sergeyenia ist dies und manch anderes um die "Waldstein-Sonate" ein Rätsel und so spielt der internationale Konzertsolist die Sonate in ihrer ursprünglichen Form - mit dem beliebten "Anda nte favori" als Mittelsatz und erläutert Entstehung und musikalische Besonderheiten.

 

Timur Sergeyenia ist Professor für Klavier an der Luca-School of Arts (Belgien).