Länderkunde
„Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.“ (Kurt Tucholsky) Wer nur ein Land kennte, kennt tatsächlich kein Land. Darum nehmen wir Sie in unseren Vorträgen und Reisereportagen mit in andere Länder, andere Kulturen und wenn es sein muss, reisen wir mit Ihnen an die entlegensten Orte der Welt oder direkt nach nebenan.
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NEU China heute – Was hat sich im Laufe der letzten Jahre verändert? Neue Eindrücke und Erfahrungen. Die GDCF in Tianjin, Xuzhou und Hangzhou
Frau Prof. Klotz hat China und hier besonders auch die Stadt Tianjin seit 1999 nahezu jährlich besucht und die raschen Entwicklungen miterlebt. Als Professorin am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach und auch als Dekanin und als Prorektorin der Hochschule Niederrhein, später als Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal besuchte sie Universitäten in Tianjin, Shanghai, Peking, Hangzhou, Wuhan, Wuxi, Fudan und Hongkong. Aber auch Firmenbesuche standen meistens auf dem Besuchsplan. Für die GDCF Krefeld Niederrhein besuchte sie mehrmals die Stadt Hangzhou, die Zhejiang Sci-Tech University und auch die XueJun High School sowie die Wenlan Schule. Bei Ihren Reisen durch das Land konnte sie viele Einblicke in das Leben der Menschen gewinnen. Von Jahr zu Jahr veränderte sich China mit enormer Geschwindigkeit. Seit 2016 reist sie erstmals jetzt wieder im Oktober/November 2026 nach China und besucht die Städte Tianjin, Xuzhou und Hangzhou. Wie hat China sich verändert? Was gibt es Neues? Zehn Jahre sind eine lange Zeit!
Die Referentin Frau Professorin Dr. Marie-Louise Klotz ist promovierte Chemikerin mit dem Schwerpunkt Textil- und Polymerchemie, lehrte und forschte 15 Jahre an der Hochschule Niederrhein am Fachbereich Textil und Bekleidungstechnik in Mönchengladbach. Als Dekanin des Fachbereichs und als Prorektorin für Studium und Lehre konnte sie zahlreiche Entwicklungen für die Hochschule mit anstoßen. Ab 2009 übernahm sie als Gründungspräsidentin den Aufbau und die Entwicklung der Hochschule Rhein-Waal in Kleve und Kamp-Lintfort. Heute führt sie ihre seit dem Jahre 2000 ehrenamtliche Tätigkeit für die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Krefeld-Niederrhein e. V. weiter fort.
Advents-Lichterführung Wachtendonk
Wachtendonk mit seinem fast vollständig erhaltenen historischen Ortskern lädt zu einer besonderen Führung ein. Geschwungene Barockgiebel, alte Fachwerkhäuser und Mühlen warten darauf, dass man ihnen ihre wechselvolle Geschichte entlockt und mit dem Fotoapparat einfängt. Die Anfänge Wachtendonks setzte ein kölnischer Vogt, später folgten die Zeit im Herzogtum Geldern und die Zeit im niederländisch-spanischen Unabhängigkeitskrieg von 1568-1648. Die schöne Weihnachtsmarkt-Beleuchtung taucht die historischen Fassaden in ein eigenes Licht. Nach der Führung gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten. Bitte an festes Schuhwerk, Kamera und eine kleine Taschenlampe denken.
Advents-Lichterführung Wachtendonk
Wachtendonk mit seinem fast vollständig erhaltenen historischen Ortskern lädt zu einer besonderen Führung ein. Geschwungene Barockgiebel, alte Fachwerkhäuser und Mühlen warten darauf, dass man ihnen ihre wechselvolle Geschichte entlockt und mit dem Fotoapparat einfängt. Die Anfänge Wachtendonks setzte ein kölnischer Vogt, später folgten die Zeit im Herzogtum Geldern und die Zeit im niederländisch-spanischen Unabhängigkeitskrieg von 1568-1648. Die schöne Weihnachtsmarkt-Beleuchtung taucht die historischen Fassaden in ein eigenes Licht. Nach der Führung gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten. Bitte an festes Schuhwerk, Kamera und eine kleine Taschenlampe denken.
Von Baghdad ins wilde Kurdistan -
Vor nicht allzu langer Zeit war dies eine No-Go-Area - der Irak als solches seit den 80er Jahren und zuletzt insbesondere der Nordwesten des Landes mit seiner Metropole Mosul. Die zweitgrößte Stadt des Landes unweit der syrischen Grenze war zeitweilig gar Hauptstadt des von den Islamisten ausgerufenen Kalifats.
Der Politikwissenschaftler und leidenschaftliche Orientreisende Clemens Schmale nutzte die erste Gelegenheit, den für ihn letzten weißen Flecken im Nahen und Mittleren Osten zu besuchen. Er fuhr durch unzählig viele Checkpoints von der alten Metropole im Zweistromland, Baghdad, entlang des Tigris nach Norden und besuchte Samara mit dem berühmten Spindelminarett. Durch Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit geht es durchs alte Assyrien in die stark vom IS beschädigte antike Wüstenoase Hatra, die sehr ans syrische Palmyra erinnert.
In Mosul erlebte er den Wiederaufbau der stark umkämpften Stadt und die Wiedererrichtung von Kirchen, Moscheen sowie des Grabes des Propheten Jonas in Niniveh. Nur 2 Stunden nördlich trifft der Reisende auf das religiöse Zentrum der Jesiden -Lalish. Viele der vom Tode bedrohten Minderheit flohen seinerzeit nach Deutschland.
Über große Teile Nordiraks erstreckt sich das autonome Gebiet der Kurden mit eigenem Parlament in der Hauptstadt Erbil, mit eigener Flagge und Sprache und eigenem Parteienspektrum. Nirgends sonst haben Kurden so viele Freiheiten. Ganz nahe der türkischen Grenze liegt bei Amadije das von Karl May so wundervoll beschriebene "Wilde Kurdistan". Entlang des Großen Zab, der im nahen Iran entspringt, geht es durch das beeindruckende Zagros-Gebirge über die alte Hamilton Road zum Dokan-See bis Slimani mit seiner wichtigen Antikensammlung.
M. Clemens Schmale ist seit mehr als 50 Jahren im Orient unterwegs. Er reiste entlang des Euphrat durch Syrien schon Mitte der 70er Jahre und hat seitdem alle Länder Nordafrikas, des Mittleren Ostens einschl. des Kaukasus` und der Arabischen Halbinsel besucht, dorthin zahlreiche Studienreisen geleitet und unzählige Vorträge gehalten.
NEU China – Systemkonkurrent und Zerstörer der Weltordnung?
Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China gilt als der geopolitische Kernkonflikt im 21. Jahrhundert. Die Vereinigten Staaten wollen alleinige Weltmacht bleiben, China möchte zur Weltmacht gleichauf mit den USA aufsteigen. Konflikt scheint daher vorprogrammiert zu sein. Wird es notwendig zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen beiden kommen? Was die europäische und die deutsche Chinapolitik anbelangt, so gilt seit geraumer Zeit der Dreiklang „Kooperationspartner - ökonomischer Wettbewerber - systemischer Rivale“, wobei sich dies mittlerweile in Richtung "systemischer Rivale" verschoben habe. Gleichwohl wird auch von der EU und der Bundesregierung immer wieder betont, dass viele globale Probleme ohne
China nicht zu lösen sind. Dazu gehören Fragen der Folgen des Klimawandels, die Lösung gewaltsamer Konflikte in der Welt, der erneut wachsende Hunger in ärmeren Entwicklungsländern oder Pandemien.
Doch wie genau sehen die Konflikte zwischen dem sog. „Westen“ und China aus? Was sind Kernkonfliktpunkte? Was ist der Grund für die Zusammenarbeit zwischen China und Russland und könnte China bei der Lösung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraineeine Rolle spielen? Und wie steht es um die "Taiwanfrage"? Auf welcher Basis könnten die EU bzw. Deutschland zu einer Verständigung und zu Dialog mit China kommen? Auf diese und andere
aktuelle Fragen wird der Vortrag eingehen und genügend Zeit lassen für eine detaillierte Diskussion.
Der Referent:
Prof. em. Dr. Thomas Heberer ist Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg-Essen. Er beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit dem Land, hat lange in China gelebt und seit 1981 auf nahezu jährlicher Basis Feldforschung in allen Regionen Chinas betrieben. Er ist Autor von mehr als 70 Büchern in verschiedenen Sprachen und hat Bundes- und Ministerpräsidenten beratend nach China begleitet.