Politik, Gesellschaft
„Daß die Dinge geschehen, ist Nichts: Daß sie gewußt werden ist alles.“ (Egon Fridell)
Hier finden Sie unsere Angebote zur politisch-historischen Bildung. Wir diskutieren mit Ihnen und Experten über die großen Themen der Politik, der Außen- und Sicherheitspolitik und der Zeitgeschichte. Aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz dieser Themen, sind unsere Angebote kostenfrei. Und sollten Sie ein Highlight verpasst haben, dann hören Sie doch einmal in unseren Podcast „WeiterDenken“ herein.
Kurse (38)
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„A House of Dynamite?“ – Über die Ambivalenzen nuklearer Abschreckung
Eine Kooperation mit dem Krefelder Friedensbündnis
Seit Oktober 2025 ist das hochkarätig besetzte Netflix-Drama „A House of Dynamite“ in aller Munde. In diesem minutiös recherchierten Film lässt Oskar-Regisseurin Kathryn Bigelow die militärischen und politischen Entscheidungsträger in der U.S.-Regierung eine fiktive Nuklearkrise durchlaufen. Schonungslos werden dem Zuschauer die großen Dilemmata der nuklearen Abschreckung vor Augen geführt. Und tatsächlich sind die historischen Lehren und die Logiken der nuklearen Abschreckung keineswegs so eindeutig, wie es einem die sicherheitspolitischen Experten und Politiker gerne weismachen wollen. Darum soll es in diesem Vortrag gehen. Dr. Thomas Freiberger ist ausgebildeter Diplomatiehistoriker und hat 13 Jahre lang zu Krisen im Kalten Krieg und der amerikanischen Außenpolitik an der Universität Bonn geforscht und gelehrt.
Livestream - vhs.wissen live: Musik, Wissenschaft und Technik - eine harmonische Reise durch zwei Jahrhunderte
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt.
Wissenschaftler und Ingenieure haben Musikern und Komponisten neue Möglichkeiten der Klangerzeugung und ästhetischen Gestaltung gegeben.
Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, Hermann von Helmholtz' Beiträge zur akustischen Resonanz und zum Steinway-Resonanzboden, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums.
Thema wird auch die Zusammenarbeit von Physiologen, Physikern und Klavierpädagogen sein, die die Technik des Klavierspiels verbessern wollten.
Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton, sowie u.a. außerordentliches Mitglied der acatech.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Anmeldeschluss: 16.07.
„In illustrer Gesellschaft“ Karikaturen von Peter Schmitz
Peter Schmitz ist Grafik-Designer aus Krefeld und liebt die satirische Zeichnung. Seine Karikaturen zeigen Themen aus der lokalen und globalen Gesellschaft.
"Themen findet man überall, den Inhalt in die satirische Form der Illustration zu überführen ist ein großer Spaß. Der Humor lässt die schlimmen Seiten der Welt ertragen. Trotzdem glaube ich nicht an eine reinigende Wirkung auf die Despoten unserer Zeit."
Peter Schmitz lebt und arbeitet in Krefeld. Er veröffentlicht Karikaturen in Tageszeitungen und arbeitet im Theater Krefeld und Mönchengladbach im Bereich Grafik und Bühnenbild. Unter dem Pseudonym Eis-Diele ist er für das Grafik-Design verschiedener Kultureinrichtungen verantwortlich und illustriert und animiert oft mit den Mitteln der Satire.
Livestream - vhs.wissen live: Kunst im Ohr – Ein Livestream für alle Sinne 3
Von München nach Hamburg – vom Museum zu Ihnen!
Seien Sie dabei, wenn sich drei Freundinnen und Freunde der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen.
Teil 3 der Reihe KUNST IM OHR.
Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Beide sind Kunsthistoriker mit langjähriger Erfahrung in der Kunstvermittlung.
Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung.
In Kooperation mit der Neuen Pinakothek in München und der Hamburger Kunsthalle.
Wahnsinn mit Methode: Nixons "Madman"-Strategie im Vietnamkrieg 1969
Das Jahr 1968 gilt innen- und außenpolitisch als eines der turbulentesten Jahre in der US-Geschichte. Als Richard Nixon inmitten dieses Tumultjahres als republikanischer Präsidentschaftskandidat antrat, versprach er den Wählern, er habe einen „geheimen Plan“ zur Beendigung“ des Vietnamkrieges. Tatsächlich hatte sich Nixon vorgenommen, den Vietnamkrieg noch in seinem ersten Amtsjahr zu beenden. Zu diesem Zweck entwickelte er während des Wahlkampfs die sogenannte „Madman-Theorie“, deren Kernelemente er nach dem Amtsantritt zusammen mit seinem Nationalen Sicherheitsberater Henry Kissinger umsetzte. Was dann unter strengster Geheimhaltung geschah, wird Thema des Vortrags sein. Die „Madman-Theorie“ ist auch deshalb so interessant, weil Präsident Donald Trump diesen Ansatz aktuell nachahmt. Warum die Anwendung der „Madman-Theorie“ weder unter Nixon noch unter Trump erfolgreich war, wird ebenfalls beleuchtet werden. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe: Außenpolitische Desaster und was wir aus ihnen lernen können.
Einführung in Künstliche Intelligenz & praktische Anwendung im Alltag
Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen – doch viele fragen sich: Wie funktioniert sie eigentlich und wie kann ich sie sinnvoll nutzen? In diesem Kurs erarbeiten wir uns ein verständliches Grundwissen über KI – ganz ohne technisches Vorwissen. Wir werfen einen Blick in die „Blackbox“ und klären anschaulich, wie moderne KI-Systeme wie ChatGPT arbeiten, was sie gut können und wo ihre Grenzen liegen. Dabei liegt auch ein Schwerpunkt auf praktischem Ausprobieren: Durch eigenes Testen und Anwenden lernen Sie Schritt für Schritt, wie KI im Alltag hilfreich eingesetzt werden kann. Anhand konkreter, gemeinsam ausgewählter Projekte entdecken wir verschiedene Einsatzmöglichkeiten – eigene Ideen und Erfahrungen sind ausdrücklich willkommen.Der Kurs ist praxisorientiert aufgebaut: Sie arbeiten direkt mit verschiedenen KI-Tools am Computer und sammeln eigene Erfahrungen. PCs und Zugänge werden gestellt, eigene Geräte oder Accounts können ebenfalls genutzt werden. Ziel ist es, zu verstehen, wie KI sinnvoll genutzt werden kann – mit einem klaren Blick für ihre Möglichkeiten, ihre Grenzen und einen bewussten, sicheren Umgang im Alltag.
Alles Fake? Deepfakes, KI-Betrug und die Auswirkungen auf die Gesellschaft
Zielgruppe: Dieser Workshop richtet sich an Interessierte, die mehr über Deepfakes, ihre Entstehung und die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft erfahren möchten. Besonders geeignet für alle, die sich für digitale Medien, Ethik und Sicherheit interessieren.
Ziel des Workshops: Die Teilnehmenden sollen ein fundiertes Verständnis für Deepfakes entwickeln, deren Risiken und Potenziale verstehen, lernen, wie man sie erkennt, und mehr über die aktuellen Forschungsansätze zur Bekämpfung von Deepfakes erfahren.
Modul 1: Deepfakes und ihre Entstehung
Was sind Deepfakes?: Manipulierte Medien, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz so bearbeitet werden, dass sie realitätsgetreu wirken, aber falsche Informationen vermitteln.
Technologie dahinter: Deepfakes entstehen durch den Einsatz von "Generative Adversarial Networks" (GANs).
Bekannte Beispiele: Deepfake-Videos von prominente Persönlichkeiten oder manipulierter politischer Kommunikation.
Modul 2: Gefahren und Missbrauchspotenzial
Risiken: Desinformation, Betrug, Rufschädigung und die Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik.
Gesellschaftliche Auswirkungen: Vertrauensverlust in Medien und politische Polarisierung.
Modul 3: Einsatzmöglichkeiten von Deepfakes
Legitime Nutzung: Filmindustrie, Sprachsynthese für Menschen mit Behinderungen, medizinische Forschung.
Krimineller Missbrauch: Fälschung von Beweisen und Betrug.
Modul 4: Erkennung und Schutzmaßnahmen
Techniken zur Identifikation: Visuelle und Audio-Analyse, digitale Forensik.
Tools zur Erkennung: Deepware Scanner, Microsoft Video Authenticator.
Modul 5: KI als Waffe gegen Fälschungen
Aktuelle Forschung: KI zur Erkennung von Deepfakes, Blockchain-Technologie zur Authentifizierung.
Abschluss und Diskussion
Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und offene Fragerunde.
Alles Fake? Deepfakes, KI-Betrug und die Auswirkungen auf die Gesellschaft
Zielgruppe: Dieser Workshop richtet sich an Interessierte, die mehr über Deepfakes, ihre Entstehung und die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft erfahren möchten. Besonders geeignet für alle, die sich für digitale Medien, Ethik und Sicherheit interessieren.
Ziel des Workshops: Die Teilnehmenden sollen ein fundiertes Verständnis für Deepfakes entwickeln, deren Risiken und Potenziale verstehen, lernen, wie man sie erkennt, und mehr über die aktuellen Forschungsansätze zur Bekämpfung von Deepfakes erfahren.
Modul 1: Deepfakes und ihre Entstehung
Was sind Deepfakes?: Manipulierte Medien, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz so bearbeitet werden, dass sie realitätsgetreu wirken, aber falsche Informationen vermitteln.
Technologie dahinter: Deepfakes entstehen durch den Einsatz von "Generative Adversarial Networks" (GANs).
Bekannte Beispiele: Deepfake-Videos von prominente Persönlichkeiten oder manipulierter politischer Kommunikation.
Modul 2: Gefahren und Missbrauchspotenzial
Risiken: Desinformation, Betrug, Rufschädigung und die Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik.
Gesellschaftliche Auswirkungen: Vertrauensverlust in Medien und politische Polarisierung.
Modul 3: Einsatzmöglichkeiten von Deepfakes
Legitime Nutzung: Filmindustrie, Sprachsynthese für Menschen mit Behinderungen, medizinische Forschung.
Krimineller Missbrauch: Fälschung von Beweisen und Betrug.
Modul 4: Erkennung und Schutzmaßnahmen
Techniken zur Identifikation: Visuelle und Audio-Analyse, digitale Forensik.
Tools zur Erkennung: Deepware Scanner, Microsoft Video Authenticator.
Modul 5: KI als Waffe gegen Fälschungen
Aktuelle Forschung: KI zur Erkennung von Deepfakes, Blockchain-Technologie zur Authentifizierung.
Abschluss und Diskussion
Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und offene Fragerunde.
125 Jahre Aurel Billstein - Widerstandskämpfer und Geschichtsforscher
„Zuweilen lässt es sich die Vergangenheit nicht gefallen, in Vergessenheit zu geraten. Es ist die eigene Vergangenheit selbst, die einem in die Rippen stößt und sagt: Ich bin noch nicht erledigt.“
(Aurel Billstein, 29.9.1901 – 12.2.1996)
Aurel Billstein, gelernter Schlosser, Gewerkschafter, Mitglied der KPD, Krefelder Stadtverordneter und Kandidat zum Preußischen Landtag, gab nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 wie kein Zweiter dem antifaschistischen Widerstand in Krefeld Gesicht und Stimme. Er überlebte Konzentrationslager, Zuchthaus und Strafbataillon, kehrte nach Krefeld zurück und nahm in der jungen Bundesrepublik sein gewerkschaftliches und politisches Engagement wieder auf. Zur Berufung wurde für Aurel Billstein die Aufarbeitung und Dokumentation der lokalen und regionalen NS-Geschichte. Neben seiner umfangreichsten Publikation Der eine fällt, die andern rücken nach. Dokumente des Widerstandes und der Verfolgung in Krefeld 1933-1945 verfasste er zahlreiche akribisch recherchierte Einzelstudien. Die NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld in der Villa Merländer entstand auf seine Initiative. Die Stadt Krefeld verlieh ihm das Stadtsiegel und die Ehrenbürgerschaft, 1991 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Die seit 1996 bestehende Gewerkschaftliche Geschichtswerkstatt Aurel Billstein bei der IG Metall Krefeld ist dem Andenken Aurel Billsteins, vor allem aber der Fortführung seines Lebenswerks verpflichtet. So wird auch die Veranstaltung zu seinem 125. Geburtstag von der Aurel Billstein Geschichtswerkstatt ausgerichtet, unterstützt von der Villa Merländer und der VHS Krefeld als ihren Kooperationspartnern. Ganz im Sinne des Jubilars soll dabei im Miteinander von historischem Rückblick und aktuellem Podiumsgespräch die Frage nach Bedeutung, Aufgabe und zeitgemäßen Formen des Erinnerns im Mittelpunkt stehen – auch und gerade vor dem Hintergrund gegenwärtiger politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen.
Livestream - vhs.wissen live: STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen
Eines der mysteriösesten und bekanntesten Bauwerke der frühen Menschheitsgeschichte ist das Megalith-Bauwerk Stonehenge in England.
Vom 18. September 2026 bis zum 29. August 2027 präsentiert die Archäologische Staatssammlung mit der Ausstellung „STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ moderne Forschungserkenntnisse zum weltberühmten Steinkreis!
Kurator Dr. Heiner Schwarzberg führt Sie virtuell durch die Sonderschau mit vielen originalen Funden.
Gemeinsam entdecken Sie die Entwicklung der Anlage und die Menschen dahinter, die diese vor über 5000 Jahren geschaffen und genutzt haben.
Heiner Schwarzberg ist ein deutscher Prähistorischer Archäologe. Er leitet die Abteilung Vorgeschichte an der Archäologischen Staatssammlung in München.
In Kooperation mit der Archäologischen Staatssammlung und der Staatlichen Museumsagentur Bayern.
Livestream - vhs.wissen live: Vertrauen in Wissenschaft - zwischen Expertise und Skepsis
Wissenschaft prägt unser Leben in hohem Maße – von Medizin und Klimaforschung bis hin zu Künstlicher Intelligenz.
Zugleich ist Vertrauen in Wissenschaft heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Während viele Menschen der Forschung weiterhin vertrauen, wachsen andernorts Skepsis, Distanz oder offener Widerspruch.
Der Vortrag stellt dar, warum Vertrauen in Wissenschaft relevant ist, worauf es beruht und warum es in manchen gesellschaftlichen Gruppen stabil bleibt und in anderen erodiert.
Mike S. Schäfer ist Professor für Wissenschaftskommunikation an der Universität Zürich.
Er erforscht, wie wissenschaftliche Themen wie Klimawandel, Künstliche Intelligenz oder Biotechnologie in Öffentlichkeit, Medien und digitalen Plattformen verhandelt werden und was Bürgerinnen und Bürger über Wissenschaft denken.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Stadtgespräch: Was ist los in Neukirchen-Vluyn?
Was wird wo gebaut? Was planen Politik und Stadtverwaltung? Und wie wird sich Neukirchen-Vluyn in den kommenden Jahren entwickeln? Experten aus den unterschiedlichen Fachbereichen berichten über Stadtentwicklungsthemen und aktuelle Projekte der Stadt. Sie sind eingeladen zur Bürgerbeteiligung fernab vom klassischen Infoabend. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Livestream - vhs.wissen live: Deutsch-jüdische und israelische Literatur
Seit Heinrich Heine und bis in die Gegenwart sind jüdische Autoren und Autorinnen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur.
In ihren Werken kommt zum Ausdruck, was man die „deutsch-jüdische Symbiose“ zu nennen pflegte.
Aber nicht erst seit Hitler war dieser Begriff sehr problematisch und wird heute kaum noch verwendet.
Seit etwa zwei Generationen gibt es in Deutschland auch jüdische Autoren und Autorinnen aus einem anderen Land: aus Israel.
Nach der Staatsgründung 1948 dauerte es noch etwa zwei Jahrzehnte, bis diese Literatur international bekannt wurde, und seit den 1980er Jahren sind Namen wie Amos Oz, Zruya Shalev oder David Grossman auf dem deutschen Buchmarkt sehr präsent.
Als Dichter und Verleger kennt Michael Krüger viele israelische Autoren persönlich; Jakob Hessing, Autor und Germanist an der Hebräischen Universität in Jerusalem, erforscht die Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Gespräch tauschen sie ihre Erfahrungen aus.
Livestream - vhs.wissen live: Kohlendioxid als Rohstoff: Wie schließen wir den Kreislauf?
Erdöl und Erdgas dienen seit Jahrzehnten und bis heute in großem Maße weltweit als Energieträger und Rohstoffe für die chemische Industrie, und bleiben zentral für Energiesicherheit und wirtschaftliche Stabilität.
Trotz des steigenden Angebots an alternativer Energie vieler Bereiche können wir nicht auf chemische Energieträger verzichten.
Und für Kunststoffe und andere Produkte der chemischen Industrie brauchen wir weiterhin Kohlenstoffquellen.
Wie können wir dennoch langfristig unsere Rohstoffbasis diversifizieren und technologische Führungsfähigkeit sichern?
Die Nutzung von Kohlendioxid und Methan bietet Möglichkeiten, Kohlenstoff effizient im Kreislauf zu führen und gleichzeitig neue industrielle Wertschöpfungsketten zu erschließen.
Wie kann das konkret funktionieren? Welche Forschungsansätze sind vielversprechend, und wo stehen wir mit der technologischen Entwicklung? Wie lässt sich der Transfer von der Grundlagenforschung in die Anwendung beschleunigen? Die Integration von Katalyse, KI-gestützter Werkstoffforschung und skalierbarer Ingenieurtechnik sind vielversprechende Ansätze in diesem Bereich.
Claus Daniel leitet das Advanced Energy Technologies Directorate am Argonne National Laboratory und hat eine Joint-Position an der University of Chicago Pritzker School of Molecular Engineering.
Er promovierte in Materialwissenschaften an der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Metallforschung Stuttgart.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Accidentally in War: Ronald Reagan, das "Reich des Bösen" und das NATO-Manöver "Able Archer 83"
Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen stand die Welt im November 1983 wohl am Rande eines Atomkrieges. Die Ironie des Ganzen bestand darin, dass die amerikanischen Geheimdienste über sieben Jahre lang die Kriegsgefahr in jenem November vollkommen unterschätzt und heruntergespielt hatten. Im Jahr 1990 stellte eine von Präsident Bush einberufene Untersuchungskommission in einem hochgeheimen Bericht jedoch fest, dass man im Jahr 1983 – ähnlich wie in der Kubakrise – gefährlich nah am nuklearen Abgrund stand. Auslöser für diese nukleare Krise war das NATO-Herbstmanöver „Able Archer 83“ gewesen. Die tieferen Ursachen dieser Krise waren jedoch in vielen einzelnen Faktoren zu suchen, die im Zusammenspiel die weltpolitischen Spannungen zwischen den USA und der UdSSR im Jahr 1983 auf die Spitze trieben. Was im Krisenjahr 1983 geschah, warum es so geschah, und was wir aus dieser Krise lernen können, steht im Zentrum des Abendvortrags.
Livestream - vhs.wissen live: Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten.
Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab.
Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben.
Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin.
Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Livestream - vhs.wissen live: Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte.
Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag.
Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene.
Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert.
Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben.
Er lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.
Beratung und Begleitung ehrenamtlicher gesetzlicher Betreuer
Menschen können manchmal ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht selbstständig regeln. Um sie bei der Bewältigung ihrer Angelegenheiten zu unterstützen gibt es die gerichtlich angeordnete gesetzliche Vertretung: die rechtliche Betreuung.
In diesem Einführungsseminar möchten wir, die Betreuungsvereine des SKM und SkF Ihnen an drei Abenden Grundlagen vermitteln und allgemeine Fragen beantworten.
26.10.2026 Betreuungsverfahren und Genehmigungspflichten
02.11.2026 Betreuungsstart, Aktenführung und Rechnungslegung
09.11.2026 Wunsch und Wille des Betreuten
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Gabriele Bender , Jennifer Kühnen (Sozialpädagogin, SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste in Krefeld e.V.) , Stefanie Berger
Livestream - vhs.wissen live: Künstliche Intelligenz und Bildung – Lernen mit und lernen trotz KI
Künstliche Intelligenz wird zunehmend Teil von Alltag, Arbeitswelt und Schule. KI kann uns bei komplexen Aufgaben unterstützen, von Routinetätigkeiten entlasten und Lernprozesse gezielt begleiten.
Gleichzeitig birgt eine Überdelegation kognitiver Aufgaben an KI das Risiko, dass wesentliche Kompetenzen verloren gehen oder gar nicht erst erworben werden.
Der Vortrag zeigt auf, wie KI-Systeme und deren Nutzung gestaltet werden können, um Kompetenzverlust entgegenzuwirken.
Ute Schmid ist Mitglied im Direktorium und im Geschäftsleitenden Ausschuss des bidt. Sie ist Professorin für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg und lehrt und forscht seit vielen Jahren im Bereich Künstliche Intelligenz mit Fokus auf menschenähnliches maschinelles Lernen und Methoden für interaktives und erklärendes Lernen. Ute Schmid ist Mitglied im Bayerischen KI-Rat und EurAI Fellow.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) statt.
Livestream - vhs.wissen live: Veränderungsstress. Warum tun sich Gesellschaften mit Veränderungen so schwer?
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren.
Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben.
Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen.
Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.
2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.