Architektur
Kurse (5)
Loading...
Rundgang durch die Ter-Meer-Siedlung und der Wohnungsbau in Uerdingen
Die Ter-Meer-Siedlung in Krefeld-Uerdingen zählt zu den bemerkenswertesten Wohnsiedlungen der frühen Moderne im Rheinland. Im Rahmen einer kulturhistorischen Exkursion erhalten Interessierte die Gelegenheit, dieses einzigartige Ensemble und seine spannende Entstehungsgeschichte näher kennenzulernen. Die in den 1920er Jahren entstandene Siedlung am Uerdinger Stadtpark vereint auf eindrucksvolle Weise die Ideen der Gartenstadtbewegung, der Frankfurter Schule, des Deutschen Werkbundes und des Neuen Bauens. Entstanden ist ein Gesamtkunstwerk, das die Aufbruchsstimmung und den Gestaltungswillen der jungen Bauhauszeit widerspiegelt. Der Fabrikant Edmund Ter Meer ließ ab 1921 für die Arbeiter und Angestellten seiner Farbenwerke mehr als 70 Häuser mit über 100 Wohnungen errichten. Die architektonisch und städtebaulich herausragende Anlage steht seit 1994 vollständig unter Denkmalschutz und gilt als bedeutendes Zeugnis des sozialen Wohnungsbaus und moderner Architekturkonzepte des frühen 20. Jahrhunderts. Die Führung beleuchtet nicht nur die Ter-Meer-Siedlung selbst, sondern auch die Entwicklung der angrenzenden Uerdinger Neustadt. Als erste Häuser der neuen Planstadt entstanden bereits ab 1900 die Wohngebäude zwischen Ahorn-, Konrad- und Ter-Meer-Straße. Zudem werden die Arbeiterwohnhäuser an der Topsstraße vorgestellt, die 1921 von den Eigentümern der damaligen Waggonfabrik – dem heutigen Siemens-Standort – errichtet wurden.
Bildervortrag: Lissabon und Mittelportugal
Mittelportugal ist eine überaus abwechslungsreiche Kulturregion im äußersten Westen Europas. Lissabon gilt aufgrund ihrer Lage, Stadtstruktur und den einmaligen Kunstschätzen zu Recht als eine der schönsten Städte der Welt! Die Blütezeit der Region begann mit der christlichen Eroberung Lissabons 1147. Mit die größten und schönsten Klosteranlagen Europas wurden nun gebaut - so z.B. in Sintra, Alcobaca, Batalha, Tomar und Mafra - allesamt UNESCO-Weltkulturerbestätten. Mit der Verlegung des Königssitzes von Coimbra nach Lissabon 1256 begann der Aufstieg der Stadt zur portugiesischen Metropole. Mit der Entdeckung des Seeweges nach Indien 1499 begann für Lissabon ein „Goldenes Zeitalter“ also damals reichsten Stadt Europas, wovon auch die gesamte Region profitierte.
Rundgang: Belgierviertel und Biebricher Bauten am Neuer Weg
Im Mittelpunkt dieser Führung, geleitet von Kunsthistoriker Dr. Werner Schmidt, steht die Wohnsiedlung Belgierviertel, die in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg entstanden und bis heute zu den attraktivsten Wohnlagen der Stadt zählt.
Die Führung beleuchtet die Entstehungsgeschichte eines Viertels, das eng mit der belgischen Besatzungszeit am Niederrhein verbunden ist. Als Krefeld nach dem Ersten Weltkrieg Wohnraum für belgische Militärangehörige bereitstellen musste, entstand zwischen der Von-Steuben-Straße und Neuer Weg ein hochwertig gestaltetes Wohngebiet. Mit der Planung wurde der Krefelder Architekt Franz Lohrscheidt beauftragt, der hier bis 1926 ein städtebaulich anspruchsvolles Ensemble von Offizierswohnungen schuf. Gleichzeitig entwickelte sich auch das Umfeld weiter: Am Neuen Weg entstanden nach Entwürfen des Architekten August Biebricher zahlreiche Siedlungshäuser, die den Charakter des Viertels bis heute mitbestimmen. Beide Architekten gehörten in den 1920er-Jahren zu den wichtigsten Gestaltern Krefelds und hinterließen ein architektonisches Erbe, das noch immer das Stadtbild prägt. Die Führung lädt dazu ein, die historischen Hintergründe, architektonischen Besonderheiten und städtebaulichen Ideen dieser Epoche kennenzulernen.
Führung durch die historische Scheutensche Bibliothek im Gymnasium am Moltkeplatz
Der Verein zur Erhaltung der Scheutenschen Bibliothek lädt zu einer informativen Führung rund um dieses Kleinod Krefelder Kultur ein. Sie erfahren interessantes und amüsantes zur Geschichte der Bibliothek. Weiterhin werden ausgewählte Bücher und deren Besonderheiten vorgestellt und Wissenswertes zu Büchern im Allgemeinen wird erklärt. Weitere Informationen finden Sie auf www.scheutensche-bibliothek.de. 10 EUR Eintritt werden vor Ort erhoben.
Bildervortrag: Umbrien - das grüne Herz Italiens
Umbrien, in der Mitte des italienischen Stiefels gelegen, wird aufgrund der fruchtbaren Hügellandschaft und den dicht bewaldeten Bergregionen gerne „Das Grüne Herz Italiens“ genannt. Wie die benachbarte Toskana ist Umbrien eine der hervorragenden Kulturregionen Europas. Die mittelalterlichen Stadtkerne, fast immer auf Hügelkämmen oder Berggipfeln erbaut, wurden zur Zeit der Etrusker oder Römer gegründet und bewahren wie z.B. Perugia, Spoleto oder Orvieto eine reiches antikes Erbe. Vor allem das Mittelalter war die Blütezeit Umbriens - der Reichtum der unabhängigen Stadtrepubliken spiegelt sich in prachtvollen Kommunalbauten wider. In der Renaissance erschaffen umbrische Maler wie Perugino, Raffael, Pinturicchio und Signorelli in den Kirchen richtungsweisende Meisterwerke der europäischen Malerei. Aber Umbrien ist auch ein heiliges Land: das Leben und Wirken von Franz von Assisi ist nicht nur in Assisi, sondern überall in den Region gegenwärtig. Seine Grabeskirche in Assisi ist einer der bedeutendsten Sakralbauten der Christenheit. Der Vortrag behandelt alle wichtigen Kunstzentren dieser Region, die leider etwas abseits der großen Touristenströme liegt.